Jake Bugg – Shangri La

Jake Bugg - Shangri La

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Wenn Produzent Rick Rubin irgendwo seine Hände mit im Spiel hat, kann man durchaus davon ausgehen, dass das Endprodukt ein Erfolg wird. Kein Wunder also, dass sich Großbritanniens Neuentdeckung am Musikhimmel keinen geringeren als ihn für die Arbeit an seinem zweiten Album ausgewählt hat. Allein in diesem Jahr produzierte Rubin bereits das neue Album der Avett Brothers, ‘Magpie and the Dandelion’, Lady Gaga’s ‘ARTPOP’ oder Kanye Wests hochgelobtes Understatement ‘Yeezus’. Auf die Liste gehört jetzt auch Jake Bugg’s neues Album ‘Shangri La’, seine zweite LP innerhalb eines Jahres. Rubin hat den kühlen 19 jährigen Briten ins kalifornische Malibu geholt und der Platte einen Westküsten-Charme verpasst, vor dem die Laurel Canyon-Elite vor Neid erblassen könnte. Zumindest fast. Denn seinem altbekannten Stil, der auf Bugg’s selbstbetiteltem ersten Album noch sehr unausgereift klang, hat er jetzt einen Schliff verpasst und klingt nun deutlich erwachsener. So erwachsen, wie man in einem nach einem wahnsinnigen internationalen Erfolg wird. Zum Glück hat das nicht nur eine Auswirkung auf den Musikstil, sondern auch deutlich auf seine Lyrics. Nach wie vor entstanden die meisten der Texte in Zusammenarbeit mit Iain Archer, aber auch dort holte er sich einen bekannten Namen mit ins Boot: Brendan Benson – der aktuell wieder mit den Raconteurs im Studio ist. Die Lyrics sind weitaus reifer und klingen nicht mehr so hohl und substanzlos wie bei Bugg’s erstem Album. Es scheint viel passiert zu sein in den Shangri La-Studios in Malibu, die dem Album seinen Namen gaben. Und ich bin unendlich froh über die Entwicklung, denn ‘Shangri La’ klingt sehr erfrischend und kurzweilig. Danke Rick Rubin und danke an einen fast erwachsenen Jake Bugg.

Hörproben aller Titel des Albums gibt’s hier:

The Breakdown

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