Delta Spirit – Delta Spirit

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Lange hat es gedauert, bis das dritte Studioalbum von Delta Spirit bei uns erscheint. Seit Frühjahr 2012 steht es bereits in den heimischen Plattenläden der Band aus Kalifornien. Heute wird das selbstbetitelte Album ‘Delta Spirit’ endlich auch in Deutschland veröffentlicht. Die Vorgänger-Alben ‘Ode to Sunshine’ von 2008 und ‘History from Below’ von 2010 haben schon bewiesen, wie wandelbar die Band ist. Auf ihrem neuen Werk bleiben sie dieser Linie treu und zeigen sich wieder auf eine andere Art und Weise.
Empty House ist ein perfekter Opening-Track und einer der stärksten Titel des Albums. Mit California haben Delta Spirit eine Hymne für alle Fans des Staates geschafften, die den kalifornischen Geist und das Lebensgefühl in heimische Wohnzimmer bringt. Der perfekte Soundtrack eines Roadtrips entlang der amerikanischen Westküste.
Danach schwächeln die Titel leider etwas und verlieren sich ein wenig in ihrer eigenen Belanglosigkeit, was sehr schade ist. Dafür zeigen Delta Spirit umso mehr ihre Wandelbarkeit. Idaho eher trashig mit fragwürdigem Songwriting, Home ist zum einschlafen schön. Richtig gut wird’s erst wieder mit Titel 7 und 8, Tellin’ the Mind und Time Bomb, mit denen sie an ihre starken Songs aus der Vergangenheit anknüpfen können.
Grundsätzlich fehlt es dem Album insgesamt aber an Dynamik, zumindest in dem Maße, wie man es von Delta Spririt gewohnt ist. Viele Songs plätschern ohne viel Bewegung so vor sich hin, da kann leider auch die Stimme von Matthew Vasquez nicht mehr viel retten, wenn der Rest nicht so passen will. Into the Darkness ist auch ein Bespiel dafür, wieviel Potential in den Songs steckt. Dennoch klingt der Titel wie ein beliebiger Popsong, der sich lediglich durch Vasquez Stimme von radiotypischen Radiotracks.
Aaaaber so enttäuschend einige Titel auch sind, die letzten beiden machen alles wieder gut. Das Album beginnt und endet großartig. Wenn alle Songs auf dem Album eine Qualität hätten wie California oder Money Saves, wäre es ein wunderbarer Nachfolger von History from Below. So bleiben leider nur diese paar guten Songs im Kopf und der Rest verliert sich leider als beliebige Albumtracks.

The Breakdown

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