Reeperbahn Festival – Was ist sehenswert? – Tag 4

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Tag 4 – Sa. 28. September
Heute Abend fallen die Entscheidungen besonders schwer, denn bei fast allen für mich interessanten Künstlern gibt es unschöne Entscheidungen. Vor allem kurz vor Mitternacht tümmeln sich so einige gute und wirklich sehenswerte Bands.

Von 22:45 bis 23:25 spielen CSS alias Cansei de Ser Sexy im Uebel & Gefählich. Die vierköpfige Mädels-Truppe hat sich dem Elektro und Dance verschrieben und haben im Juni ihr viertes Album ‘Planta’ veröffentlicht, ihr erstes ohne Gründungsmitglied Adriano Cintra. Das merkt man leider und “früher war alles besser”. Dennoch sind CSS live nach wie vor sehenswert und die Songs des neuen Albums können dann vielleicht auch überzeugen.

Parallal dazu spielen Efterklang von 22:50 bis 0 Uhr in der Großen Freiheit 36. Auch wenn es sonst nicht unbedingt zu meiner präferierten Musikrichtung gehört, zeigen die Dänen vor allem im Live-Setting wie man wirklich guten Experimental-Indie-Pop macht.

Um 23 Uhr werde ich mich aber wohl dann ins Molotow aufmachen, wo bis 23:40 die Ruen Brothers auftreten. Wer nach dem ersten Hörer nicht sofort einen Ohrwurm von ‘Aces’ hat, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. Und die Erfahrung sagt, dass Bands gegründet durch zwei Brüder in der Regel einfach gut sein müssen (siehe Oasis, Dawes, Avett Brothers, …).

Ab 23:30 beginnt in den Fliegenden Bauten dann allerdings schon das Set von Anna Calvi, die aus Gründen eigentlich zum Pflichtprogramm des diesjährigen Reeperbahn Festivals gehören sollte. Am 4. Oktober veröffentlicht sie ihr neues Album ‘One Breath’.

Wer danach noch etwas berieselt werden möchte, vermutlich dort aber sehr früh auftauchen muss, der schaut sich ab 0 Uhr Birdy im Docks an. Mit 15 hat sie vor zwei Jahren ihr erstes Album ‘Birdy’ veröffentlich, das vor allem aus Cover-Versionen bestand. Sehr erfolgreich daraus ihre Version von Bon Ivers ‘Skinny Love‘ und ‘People Help the People‘ von Cherry Ghost. Gerade hat Jasmine van den Bogaerde, wie sie wirklich heißt, ihr erstes Album mit selbstkomponierten Titeln veröffentlicht. Unterstützt wurde sie dabei von Sia Furler und Ben Lovett von Mumford & Sons.

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