The Lumineers – Hamburg – 11/17/2012

lumineers

Gestern Abend gaben The Lumineers ihr erstes Konzert in Hamburg im ausverkauften Uebel & Gefährlich. Ein paar Stunden davor gab die Band bereits bei Michelle Records einen kurzen Instore-Gig.
Das Trio, das aus Wesley Schultz (Gesang & Gitarre), Jeremiah Fraites (Drums/Percussion) und Neyla Pekarek (Cello & Gesang) besteht, hatte im Uebel & Gefährlich zwei weitere Bandmitglieder für die Tour im Gepäck, die für Bass und Keyboard zuständig waren.
Zu Beginn gab’s Submarines und Big Parade, was ein toller Einstieg ins Konzert war, da für mich vor allem Big Parade einer der stärksten Songs des Albums ist. Für Darlene ließen die Drei einen Gang im Publikum bilden und sie kamen, bepackt mit einem Kerzenleuchter, ins Publikum und haben dort im Kerzenschein den Song gesungen. Das gab wirklich eine wunderschöne Atmosphäre und hat die sonst eher unnahbar-scheinende Band den Zuschauern für einen Moment ganz nah gebracht. Die Band witzelte über Fans, die die ganze Zeit mit ihren Handys und Kameras um sich fuchtelten.
Als sie wieder zurück auf der Bühne waren, gingen sie gleich zu ihrem Aushängeschild Ho Hey über. Sofort gab’s im ganzen Raum einen Chor; die zusätzlichen Bandmitglieder machten ihren Job als Animateuren sehr souverän.
Auf der Setlist war auch ein neuer Song der Band, den sie bisher auch noch nicht benannt haben. Den Song haben sie auch bei Michelle Records gespielt. Für mich klingt er “etwas” nach Santa Baby. Aber ist ja auch bald Weihnachten.
Worüber ich mich am Abend am meisten gefreut habe, ist, dass The Lumineers Dylan’s Subterranean Homesick Blues gecovert haben. Als Wesley den Song ankündigte, wussten wieder einige nichts damit anzufangen, mit dem Song dann sowieso nicht. Traurig. Wobei Dylan offenbar zu einer großen Inspiration der Band zählt, was man live vor allem bei Flowers in your Hair raushören konnte. Danach coverten sie außerdem einen Song der Talking Heads und ganz zum Schluss gab’s als letzten Song des Konzert den letzten Song des Albums: Morning Song.

Die Lumineers sind eine unglaublich gute Liveband und wirken auf der Bühne so, als hätten sie nie etwas anderes gemacht, als vor Publikum zu spielen – und das, obwohl sie in diesem Jahr erst ihr Debütalbum veröffentlicht haben. Noch dazu sind die Drei einfach sehr sympathisch, auf der Bühne, wie auch im Gespräch mit ihnen. Live kann man sicherlich noch einiges erwarten und für mich gehören The Lumineers zu den talentiertesten der “Neo-Folk”-Bands, die im Moment wie Pilze aus den Boden schießen. Anders als bei anderen, wird man von den Lumineers sicherlich noch sehr viel hören und sehen.

Zu sehen gibt’s sie sehr bald wieder, nämlich wenn sie 2013 wieder für eine Tour nach Europa kommen.
In Deutschland spielen sie an folgenden Terminen & Orten:

27.02.2013: Köln, Luxor
28.02.2013: Berlin, Postbahnhof
02.03.2013: München, Muffathalle
04.03.2013: Hamburg, Gruenspan

Unbedingt erwähnenswert: Langhorne Slim wird sie auf der Tour begleiten! Absolut hörenswert! Ich freu mich.




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