Pearl Jam – Berlin – 7/5/2012

Pearl Jam Berlin

Wie schon erwartet, sollte Pearl Jam am 05. Juli 2012 in der O2 World Berlin das Konzert von Soundgarden in Schatten stellen. Dass der Abend aber so ziemlich alles übertrifft, was ich bisher gesehen habe (Roger Waters ausgeschlossen), damit habe ich nicht gerechnet.
Schon kurz nach Einlass um 18Uhr waren die ersten Reihen in der O2 World dicht besetzt von Pearl Jam-Fanclub Mitgliedern, die für $40 im Jahr neben einigen anderen Boni auch eine Stunde früher bei PJ-Konzerten eingelassen werden. Vorband war X – eine 1977 gegründete Punkband mit unglaublich kreativem und Google-unfreundlichem Namen aus Los Angeles, die in ihrer Originalbesetzung auftrat. Es dauerte eine Weile, bis die Fans von Pearl Jam überhaupt mit ihnen warm wurden, so richtig in Fahrt kam die Band etwa erst nach dem fünften bis sechsten Song. Für den letzten Song holten sie sich dann Unterstützung von Eddie Vedder, was so ziemlich der Höhepunkt ihres ganzen Aufritts war.
Irgendwann standen dann endlich Pearl Jam auf der Bühne. Was folgt: 2,5 Stunden Spielzeit, 28 Songs, das Beste, was man live von einer Band überhaupt erleben kann. Ein Blick auf die Setlist genügt eigentlich und es bedarf weniger Worte, was man an diesem Abend sehen und hören konnte. Alles erschließt sich anhand dieser nahezu perfekten Mischung aus Pearl Jam Songs. Die Band war in einer großartigen Form, sympathisch und musikalisch kaum zu übertreffen.
Für mich das absolute Highlight: Pearl Jam spielen Pink Floyd’s ‘Mother’. Das war einer dieser einmaligen Momente auf Konzerten, die man kein zweites Mal hat. Und es war perfekt. Von Anfang bis Ende.
Noch dazu: The Who’s ‘Baba O’Riley’ war ebenfalls unter den Songs an diesem Abend. Und um alles rund zu machen, spielten sie als letzten Song auch noch Yellow Ledbetter. Offiziell die beste Setlist. Ever. Die zweite Hälfte des Konzerts mit den Zugaben war für mich ein Gänsehaut-Song nach dem anderen und ich bin froh, das Konzert am 5. und nicht am 4. gesehen zu haben. Das Konzert am Vortag hatte zwar auch seine Stärken (u.a. ‘Black’, ‘Rockin’ in the Free World’), aber für mich persönlich kann die Setlist von Donnerstag kaum übertroffen werden.
Ich kann mich nur wiederholen, es war einfach nur unglaublich gut und qualitativ so ziemlich das beste, was ich je gesehen habe.

Fotos konnte ich diesmal leider nur schwer machen. Die, die zumindest etwas gelungen sind, hier in einem super-künstlerisch-wertvollem schwarz-weiß:


Pearl Jam Berlin

Pearl Jam Berlin

Setlist: (via PearlJamOfficial @Instagram)

Pearl Jam Setlist

Video von ‘Mother’:

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