Langhorne Slim & The Lumineers – Hamburg – 04/3/2013

Gestern Abend spielten The Lumineers im Hamburg Docks ihr zweites Headliner-Konzert in der Hansestadt. Mit dabei hatten sie diesmal als Vorband den großartigen Langhorne Slim und seine Band The Law. Es war eines der wenigen Konzerte, bei denen ich hauptsächlich wegen des Supports dort war – und es hat sich gelohnt! Wie in meiner Review ihres aktuellen Albums ‘The Way We Move schon vermutet, haben sie live mehr als überzeugt. Langhorne Slim & The Law haben es geschafft, mit zwölf Songs innerhalb von nur knapp über einer halben Stunde ein Auftritt der Extraklasse hinzulegen. Sie spielten hauptsächlich Titel ihres neuen Albums, darunter auch meine Favoriten ‘Coffee Cups’ und ‘Past Lives’, aber auch Klassiker, wie ‘Cinderella’ vom 2009er Album ‘Be Set Free’, für den die von den Lumineers live unterstützt wurden. Langhorne Slim hat auf der Bühne ein Tempo drauf, dem man schwer mithalten kann. Aber es allein schon zu versuchen, bringt unglaublich viel Spaß. Vor allem wenn man seine außergewöhnlichen Tanzbewegungen zusieht und sich fragt, wie der Mann es schafft, sich so zu bewegen. Unglaublich witzig und charmant zugleich. Für mich haben Langhorne Slim & The Law den Lumineers die Show gestohlen, denn deren Auftritt war im Vergleich mit ihrem letzten im Uebel & Gefährlich nicht ganz so stark. Ich hoffe auf eine baldige Headliner-Tour von Langhorne Slim!

Das Konzert der Lumineers war bis auf eine andere Bandformation fast identisch zu dem im vergangenen November. Leider fehlte die gemütliche Stimmung des Uebel & Gefährlich. Sehr überrascht war ich, als sie, trotz der verhältnismäßig großen Location, im Publikum gespielt haben. Sie machen das bei so ziemlich jedem Konzert und gehen ohne technische Unterstützung in den Zuschauerraum, um dort einen Song zu performen. Gestern Abend war es ‘Ho Hey’. Mich hat es sehr gewundert, dass es nicht ganz so gut geklappt hat, obwohl sie die Fans dazu aufgefordert haben, mitzumachen. Die waren aber sehr zurückhaltend und so gab es nicht das akustische Erlebnis, das die Band erwartet hatte. Später wiederholten sie den Song auf der Bühne nochmal, “weil es beim ersten Mal nicht ganz funktioniert hat”.
Mittlerweile hat sich die Band für ihre Liveauftritte zwei weitere Musiker dazugeholt, die Bass und Klavier spielen. Gerade deshalb hatte das Konzert mehr Fülle als das vor ein paar Monaten.
Die Setlist war nicht überraschend – klar, bei erst einem Album. Wieder spielte Wesley solo Dylan’s Subterranean Homesick Blues.

Am meisten im Gedächtnis bleiben vom Abend die beiden gemeinsamen Auftritte von Langhorne Slim & The Law und The Lumineers. Für die Zugabe der Lumineers spielten beide Bands gemeinsam den Violent Femmes Song ‘American Music’, der einen super Abschluss des Konzerts gab.
Hoffentlich touren Langhorne Slim & The Law bald mit ihrer eigenen Headlinershow durch Deutschland, die sie mehr als verdient haben.
Für mich bleibt ein nettes Lumineers Konzert zurück und ein unschlagbares Liveerlebnis von Langhorne Slim, das man gesehen haben muss.

Langhorne Slim

Langhorne Slim

Langhorne Slim & The Lumineers

The Lumineers

The Lumineers

The Lumineers

Be first to comment