Eagles of Death Metal – Berlin – 03-12-09

Ich bin wieder zurück aus Berlin und hab eine unglaubliche Zeit beim Konzert gehabt! Alles war ein wenig stressig, wegen der Anreise und dem wirklich unglücklichen Wetter sowie einige unfreundlichen Mitarbeitern im Huxley. Letztendlich hat aber doch noch alles super geklappt, wobei ich an dieser Stelle nochmals Janine danken muss, ohne die das alles im Endeffekt nicht so möglich gewesen wäre!
Einlass im Huxleys Neue Welt war 19:30 und etwa eine Stunde später fing auch die Vorband, Black Box Revelation, an zu spielen. Von denen bekam ich allerdings nur sehr wenig mit, da ich erst kurz vor Ende ihres Auftritts im Club war.
Als die Eagles anfingen zu spielen, hatte ich die große Ehre & Freude, das ganze aus der Backstage-Perspektive mitzuerleben. Während des ganzen Auftritts konnte ich neben der Bühne stehen und die Band hautnah erleben. Ein wirklich wahnsinnig tolles Erlebnis mal auf der anderen Seite des Bühnengrabens zu stehen.
Jesse Hughes ging es an diesem Abend nicht sonderlich gut, was er auf der Bühne allerdings gut verstecken konnte. Er gab wie immer alles und lies sich nichts anmerken. Man merkte aber, dass es nicht ihr bester Auftritt war. Verglichen mit dem Konzert 2008 in Hamburg war dies in Berlin schon sehr ruhig und unspektakulär. Generell sind die Eagles in kleinen Clubs aber auch besser als in größeren. Da ist allgemein die Stimmung viel besser und Band wie auch Publikum lassen sich einfach viel mehr gehen. Ich persönlich war auch überrascht von der Größe des Huxleys und hätte es mir doch ein wenig kleiner vorgestellt. Die Location war aber eigentlich angemessen und gefiel mir eigentlich ganz gut. Vor allem die Tribüne auf der entgegen gesetzten Seite der Bühne fand ich super, von da hat man wirklich eine tolle Sicht auf alles! Der Platz neben der Bühne ist aber doch ein ticken besser ;)
Generell war es aber alles in allem ein sehr gelungenes Konzert. Was einige verwundern wird: Es wurde zweimal “Cherry Cola” gespielt: Einmal Jesse als solo und nochmals mit der Band. Das gibt’s nicht oft, aber meiner Meinung nach nicht sonderlich schlimm (entgegen der Meinung anderer Fans, was man im Internet so liest).

Setlist:
01 I Only Want You
02 Don’t Speak
03 Bad Dream Mama
04 Heart On
05 Now I’m A Fool
06 English Girl
07 Secret Plans
08 Already Died
09 Stuck In The Metal
10 Just Nineteen
11 Anything Cept The Truth
12 Whorehoppin’
13 Boys Bad News
14 Cherry Cola (Jesse solo)
15 I Like To Move In The Night (Jesse solo)
16 Midnight Creeper (Jesse solo)
17 Brown Sugar
18 Cherry Cola
19 WannaBe In L.A.
20 Kiss The Devil
21 Speaking In Tounges

Dem geschulten Auge fällt sofort auf, dass die Mehrzahl der Songs aus den beiden Vorgängeralben und nicht aus “Heart on” stammt. Gott sei Dank! Als kein großer Fan des neuen Albums war ich darüber sehr zufrieden und fand die Setlist so einfach klasse. Und Jesse hat mal wieder Midnight Creeper gespielt, welches ich live bisher nur sehr selten gehört habe.
Nach dem Konzert ging die ganze Truppe, trotz Jesses gesundheitlich angeschlagenem Zustand, noch ins White Trash um dort aufzulegen.

Ich hoffe, ich werde in Zukunft noch einmal die Gelegenheit haben, ein Konzert der Eagles backstage miterleben zu dürfen. Das ist einfach eine unglaubliche Erfahrung und wirklich einmalig! Obwohl das Konzert nach meinem Anscheinen dort viel schneller vorbeigeht, als würde man vor der Bühne in der Menge stehen.

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