Interview: Dry the River

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Dry The River aus London haben im März ihr Debütalbum Shallow Bed veröffentlicht und waren in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal in Hamburg, nachdem sie im Februar schon in der Prinzenbar gespielt hatten. Am 28. November war die Band zu Gast im Knust in Hamburg. Kurz davor habe ich Peter Liddle und Scott Miller für ein Interview getroffen.

Q: Eure Musik ist sehr vielseitig und lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Viele bezeichnen es als Folk, Ihr habt in der Vergangenheit gesagt, dass Ihr Euch nicht unbedingt als Folkband seht. Wie würdet Ihr Eure Musik selbst beschreiben?

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Peter: Es macht uns nichts aus, als Folk bezeichnet zu werden, aber ich glaube, es ist nicht die treffendste Art und Weise es zu beschreiben.
Scott: Wir werden oft als Folk abgestempelt, aber ich glaube, weil wir aus alle aus verschiedenen Richtungen kommen, haben wir einen etwas härteren Ansatz, vor allem in Liveshows. Das Album ist etwas zurückhaltender, etwas ‚folkiger’, denke ich. Wir sehen uns eher monumentaler und mehr vom Rock beeinflusst, als eine richtige Folkband.

Q: Wer oder was inspiriert Eure Musik?

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Scott: Da ist schwierig, weil wir alle Musik hören, die ziemlich von der unterscheidet, die wir machen. Heute habe Sachen gehört wie Iron Maiden, Led Zeppelin oder Tool, Black Sabbath, etwas härtere Musik.
Peter: Wir sind inspiriert durch Liveauftritte, die wirklich großartig sind. Eine der ersten Bands, die ich wirklich gemocht habe, waren At The Drive-In und die hatten den Ruf, eine unglaublich gute Liveband zu sein, sie sind herumgesprungen und ausgerastet und das ist etwa so, wie wir es auch versuchen, zu performen.
Scott: Wir wollen einfach eine gute Show abliefern, besonders weil die Musik an sich zum Teil sehr ruhig und schwermütig ist. Deshalb wollen wir eine spannende Liveshow bieten und etwas Energie reinzubringen. Aber musikalisch geht es auch etwas in die Richtung der Fleet Foxes. Sie haben diese tollen Harmonien und wir versuchen und geben unser bestes, so gut zu singen wie sie, also haben wir auch ihren Einfluss. Oder auch Midlake, die selbst wiederum von Jethro Tull geprägt sind.

Q: Ihr habt Euer Album Shallow Bed nochmal komplett akustisch aufgenommen. Es erscheint bei uns am 14. Dezember. Wird es dann auch eine “Acoustic-Only”-Tour geben?

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Scott: Wir haben darüber geredet, aber wollen es nicht unbedingt machen. Es ist toll, dass wir das Album rausbringen, wir haben es zum Spaß gemacht und es hat uns gefallen, die Songs auf diese Art und Weise zu spielen. Im Studio funktioniert es gut und wir haben es sehr reduziert aufgenommen. Ich glaube aber, wenn wir es wirklich vor Publikum machen, würden die Leute einfach einschlafen. Wir könnten irgendwo spielen, wo man sitzen kann oder vielleicht im Sommer in Kirchen oder draußen, wo das Publikum sich hinlegen und dann zuhören kann. Aber wenn man es in einer normalen Konzertlocation machen würde, wäre es einfach zu langweilig. Aber ja, vielleicht, es ist eine Idee, vielleicht im nächsten Jahr.

Q: In der Vergangenheit habt Ihr auch mit Burberry Acoustic gearbeitet. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?

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Scott: Sie haben uns kostenlos Mode von Burberry angeboten und wir haben gesagt: „Wir spielen irgendwie, irgendwo, gebt uns kostenlose Burberry Sachen“, so einfach ist das. Jede Firma, die von uns will, dass wir für sie eine Session spielen, gebt mir einfach gratis Sachen und ich mache es!
Peter: Wir gehören nicht zu diesen Anti-Corporation Bands, wie zum Beispiel einige Punk Bands, wir lieben gratis Sachen. Wir machen alles. Wir haben schon einiges gemacht, um Grunde alles, woran man nur denken kann.

Q: Nachdem Ihr das ganze Jahr auf Tour ward, gibt es ein lustiges oder skurriles Ereignis, das Euch besonders in Erinnerung geblieben ist?

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Scott: Wir haben einige Sachen, die auf Tour passiert sind, über die ich nicht reden kann. Ich will nicht, dass das im Internet irgendjemand herausfindet.
Peter: Scott hatte einen ‚essensbedingten Unfall’ in Bologna., wir haben dort in Italien eine Show gespielt. Bei uns in Großbritannien gibt es diese typische Spaghetti Bolognese, deshalb dachten wir, dass es in Bologna Bolognese gibt. Als Scott Bolognese-Hühnchen vom Menü bestellt hat, bekam er dieses lädierte Stück Hühnchen mit weißer, kalter Soße oder Creme drauf.
Scott: Es hat mir nicht gefallen, das war nicht das, was ich erwartet hatte. Das ist nicht gerade die lustigste Story, aber …
Peter: Ich finde es total witzig, weil Scott NIE mit seinem Essen zufrieden ist. Und diesmal war es so „Endlich, ich habe Bolognese bestellt, es wird großartig sein!“ und dann war es ein Stück Hühnchen in weißer Soße.

Q: Welche ist Eure Lieblingslocation von der gesamten Tour?

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Scott: Wir haben vor kurzem unsere größte Headliner Show gespielt im Shepherds Bush Empire in London, dieser große, alte Spielort und es ist auch ein ziemlich berühmtes Wahrzeichen. Es hat etwa drei oder vier Balkone, wir konnten alle Tickets für das Konzert verkaufen, es war also auch sehr voll, das war ein großer Moment für uns. Wenn man auf der Bühne steht, hochschaut und all die Menschen sieht.

Q: Ihr habt Euer eigenes Bier “Mammoth” rausgebracht. Wie kam es dazu?

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Peter: Es gibt diese kleine Firma, Signature Brew, die mit Bands zusammen arbeitet, um ihr eigenes Bier herzustellen.
Scott: Sie hatten früher ihre eigene Band und wir kennen sie von gemeinsamen Gigs von früher und jetzt haben sie dieses Unternehmen gestartet. Sie helfen Dir zu entscheiden, was Du willst und wir konnten diese ganzen verschiedenen Sorten Bier probieren um auszusuchen, welches das Beste ist um auszuarbeiten, wie unser Bier sein sollte. Wir sind dann zur London Fields Brewery gegangen und wir haben geholfen, den Hopfen zu mischen und beim Brauen geholfen und es wurde am Ende in Flaschen gefüllt, wir haben es probiert. „Mammoth“ heißt es und es ist wirklich gut geworden. Wir wollten es etwas härter, es hat 7% Alkohol, also wenn man zu viel davon trinkt, landet man irgendwann auf dem Boden.

Q: Schmeckt es, wie sich Eure Musik anhört?

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Q: Und deshalb habt Ihr es “Mammoth” (“Mammut”) getauft?

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