Filmtipp: Fleisch ist mein Gemüse

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Mitter der 80er, Harburg. Heinz “Heinzer” Strunk hat im Leben bisher nicht viel erreicht. Von einer schlimmen Form von Akne geplagt, mit einer kranken Mutter und der leicht psychisch labilen Nachbarin Rosi lebt er in einem kleinen Reihenhaus (“Zwergenhaus”) in den Tag hinein. Auch beruflich scheint es keine Aussichten zu geben, denn alles was Heinz in seinem Leben gelernt hat, beschränkt sich auf das Saxophon- und Querflötespielen.
Als er schon nicht mehr so recht weiß, was er in seinem Leben überhaupt machen will, ruft ihn ein gewisser Gurki an, der ihn promt als Saxophonspieler seiner Tanzband “Tiffanys” einstellt. Als Mucker bereisen die vier Bandmitglieder das Hamburger Umland um auf Schützenfesten, Hochzeiten und Doffesten zu spielen. Im Repertoir befinden sich Megahits wie “Hello Dolly” oder “An der Nordseeküste”, die Gurki -nicht nur Bandchef sondern auch Sänger- zum besten gibt.
Heinz will aber mehr als das. Als “wahrer” Musiker versucht sich als Musikproduzent, denn Songs schreiben und produzieren, das kann er. Alles war er braucht, ist eine gute Sängerin, um im Pop-Business durchzustarten. Also inseriert er in einer Zeitung und schon steht hübsche Anja vor seiner Tür, die nicht nur toll aussieht, sondern auch noch mindestens so gut singen kann.
Für Heinz scheint eine Karriere im Musikgeschäft nun zum greifen nahe und auch privat erhofft er sich von Anja, dass sie seine sexuelle Frust mindern kann. Während er sie bei sich zu Hause bekocht und er sich schon am Ziel seiner Träume sieht, hat Anja jedoch andere Pläne.

Regie: Christian Görlitz
Darsteller: Maxim Mehmet (Heinz Strunk, jung), Andreas Schmidt (Gurki), Susanne Lothar (Heinz Mutter), Anna Fischer (Jette), Livia S. Reinhard (Rosi), Susanne Bormann (Anja), Heinz Strunk u.a.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Heinz Strunk, der selbst in einigen Sequenzen des Films auftaucht.

Meinung:
Für mich ist “Fleisch ist mein Gemüse” ohne Frage der beste deutsche Film, den ich je gesehen habe. Auch generell steht er auf der Liste meiner Lieblingsfilme ganz oben. Die Geschichte und der Humor haben mich von Anfang an begeistert. An dem Film stimmt einfach alles. Die persönliche Geschichte, die hinter Heinz Strunk steckt, seine Liebe zur Musik, seine Liebe zu Hamburg und meine große Liebe: Gurki. “Hauptsache geeeiiil abgeliefert!”
Der Film beinhaltet so viel Wahrheit über die Menschen, die Musik und die “Mucker”.
Das Buch habe ich (leider) erst gelesen, nachdem ich den Film gesehen habe, obwohl es schon seit Ewigkeiten bei uns im Schrank steht und ich früher auch nur gutes davon gehört habe. Ich muss sagen, dass ich den Film ein weeenig besser finde als das Buch. Das Buch hat zwar viel mehr Details, aber der Film bringt einfach eine einmalige Stimmung rüber. Obwohl ich ihn schon 1000x gesehen hab, kann ich mir den Film einfach immer und immer wieder ansehen. Große Klasse! Und nicht vergessen: “Swingtime is good time. Good time is better time!”


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